General- und Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung

Themenabend

Vortrag von Notarin Karin Mudler-Joos

in der Volksmission e.C.
Vaihinger Markt 28, 70563 Stuttgart-Vaihingen
31. Mai 2017 / 19:00 Uhr

Anmeldung erwünscht per Email: info@vm28.de oder Telefon 07157/9953755

 

General- und Vorsorgevollmacht

Wenn eine Person handlungsunfähig wird, dann kann automatisch keine andere Person für diese Person handeln, nicht einmal der Ehegatte, die Kinder, Eltern, oder die Geschwister, auch nicht der Lebensgefährte, Lebenspartner, Freund oder Freundin. Die Handlungsunfähigkeit kann spontan eintreten, z.B. durch Schlaganfall, Herzinfarkt, sie kann sich auch schon länger abzeichnen, z.B. durch Vergesslichkeit, Altersdemenz, Alzheimer. Die Handlungsunfähigkeit kann auch durch einen Autounfall eintreten und somit auch jüngere Menschen tagtäglich treffen.

Im Krankenhaus bekommen Angehörige, z.B. Ehegatte, Kinder, Eltern, Geschwister, Lebensgefährte, Lebenspartner, Freunde, keine Auskunft vom Arzt über den Zustand einer handlungsunfähigen Person. Die Ärzte berufen sich hier auf ihre Schweigepflicht. Wenn also eine Person plötzlich handlungsunfähig wird, kommt es darauf an, ob diese Person vorher, also vor der Handlungsunfähigkeit, bereits einer Vertrauensperson eine Vollmacht erteilt hat. In diesem Fall kann der Bevollmächtigte handeln und bekommt auch Auskunft vom Arzt, sofern die Vollmacht vom Inhalt her die benötigten Bereiche umfasst. Deshalb ist es wichtig, dass man die Vollmacht rechtzeitig macht. ….

Patientenverfügung

Mit einer Patientenverfügung kann eine Person bestimmen, dass sie keine sterbensverlängernden Maßnahmen wünscht, z.B. durch Beatmungsmaschinen,
künstliche Ernährung, usw., dass Schmerzmittel verabreicht werden zur Linderung der Schmerzen, und dass sich das Leben in Würde und in der vertrauten Umgebung vollenden soll.

Eine Patientenverfügung ist zusätzlich zu einer notariell beurkundeten General- und Vorsorgevollmacht erforderlich, denn: Mit einer General-vollmacht kann der Bevollmächtigte die vorstehenden Dinge nicht bestimmen, da es sich hier um höchstpersönliche Entscheidungen handelt, die man nur selbst für seine eigene Person treffen kann.

Nötig ist deshalb, dass eine Person selbst, solange sie noch geschäftsfähig ist, eine Patientenverfügung errichtet.

Quelle:  www.notariat-kornwestheim-mudler-joos.de


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